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Er war ein toller Typ Westjüdland`s Aramis John Boy
Westjüdland`s Aramis John Boy Nie werden wir vergessen wie er schon mit zehn Wochen uns klargemacht hat, dass wir ein neues gemeinsames Abenteuer vor uns hatten, das unsere gesamte Aufmerksam brauchte. Im September 1996 haben wir ihn in Varde / Dänemark bei seiner Züchterin abgeholt. Seine ersten beiden Wochen hat er mit uns in seiner Heimat verbracht. Als erstes hat er das gesamte Hundespielzeug eingesammelt und in Banus`s Hundeburg gebracht. Dann hat er sich dazu gelegt und war überaus zufrieden mit sich und seiner Welt. Dieser fröhliche, kleine Bursche hat nicht verstanden warum „der Große“ ihn ignorierte, wo er doch sooo ein toller kleiner Golden war. Nach drei Tagen hatte er dieses kleine Problem mit Charme und Ausdauer gelöst und die Beiden waren die dicksten Freunde. Seine Ausbildung gestaltete sich jedoch ein wenig zäh, da er so viel anders Wichtiges im Kopf hatte und wie soll man dann einsehen, dass Unterordnung das Pflichtprogramm ist. Die Dummyarbeit war da schon was anderes, schließlich ging es um Beute und sein Freund „Banu“ war ganz verrückt auf die grünen Dinger, das musste ja was tolles sein. Allerdings stellte sich sehr schnell heraus, dass es mit seiner Ausdauer für mich als „Chef?!!“ zu arbeiten nicht weit her war. Drei Dummy`s i. O. aber fünf, also Frauchen, das ist ja wohl zu viel verlangt. Als er knapp zwei Jahren war, habe ich mich überreden lassen mit diesem kopfstarken Charmingboy in Belgien beim Wasserworkingtest zu starten. Bei einigen Aufgaben war ich von seinem Können so überrascht, dass ich ihm gar nicht böse sein konnte, wenn er durch mangelnde Führigkeit alle Punkte die er hätte bekommen können wieder zu Nichte machte. z.B. bestand eine Aufgabe darin, den Hund auf dem Scheitelpunkt eines kleinen aber steilen Hügels ab zu leinen und in Freifolge zum Startpunkt zu gehen, dann vielen zwei Markierungen, eine in einen Teich, ( patsch ) und schon war mein Aramis unterwegs, ( habe verstanden Frauchen ich hol ihn Dir, ist doch klar ) während die zweite Markierung in die andere Richtung an Land flog. Als ich, ohne Hund, am Startpunkt für diese Übung ankam, hatte Aramis bereits das erste Dummy aus dem Teich geholt und brachte es voller Freude. Wenn jedoch jetzt einer denkt, das zweite Dummy hätte er nicht fliegen sehen, der hatte ihn unterschätzt. Kaum war das erste Dummy bei Frauchen rannte er los auch das Zweite zu holen und dies sehr schnell und sehr erfolgreich. Ich konnte es kaum fassen, denn er konnte unmöglich das zweite Dummy markiert haben. Er kam mit dem Dummy in meine Richtung gelaufen, dann muss ihm jedoch eingefallen sein, das Herrchen sich ja vielleicht auch über ein Dummy freuen würde und der wartete ja auf der anderen Seite des Hügels. Also nichts wie hin und das Dummy abliefern. Ergab = 0 Punkte (cool der Typ oder) Ähnliche Begebenheiten gab es sooo viele, dass ich es, als er Drei war aufgegeben habe, nach dem mir Grit Markusen bestätigte, was ich längst wusste, „ der Bursche wird nie zuverlässig für Dich arbeiten, zu „Kopfstark“! Wir schlossen unseren Frieden und er schloss sich meinem Mann an, hier passte die Chemie, mit einer störrischen Gelassenheit gingen die beiden ihren Weg. Wenn nun einer glaubt unserem Burschen wären schlagartig die Ideen ausgegangen der irrt! Es gibt hunderte Geschichten und Geschichtchen zu erzählen, viele unsrer Hundefreunde könnten ebenfall einiges berichten. Mal sehen, vielleicht gibt es irgendwann mal eine kleine Sammlung von Geschichten. Mit zunehmenden alter hatte Aramis seine Freude daran, die kleinen Zwerge aus unseren Würfen zu bespielen und bespaßen und nicht zu vergessen, erzogen werden müssen die Kleinen ja auch noch werden. Da wurden mal Spielzeug, mal Kauknochen zwischen die Pfoten gelegt, sich schlafend gestellt, damit die Kleinen sich sicher fühlten, um dann blitzschnell zu zeigen, wer der Chef im Ring ist. Die Welpen liebten ihren großen Freund man konnte so herrlich mit ihm toben. Als das Alter seinen Tribut forderte, das Gehör nachließ und die Knochen steif wurden, mussten die Ausflüge kürzer ausfallen. Das bedeutete aber noch lange nicht, dass der seine extra Ausflüge einstellte. Als er wirklich taub war, hieß das immer ein Auge auf dem Senior zu halten. Aber wer jetzt glaubte, dass Aramis nun immer ganz nah bei Herrchen oder Frauchen blieb hatte sich geirrt, denn jede kleinste Unachtsamkeit und schon fand er seinen ganz persönlichen Weg, z B. über die Felder …, im Herbst mit Halbschuhen eine wirkliche Herausforderung. Bei ihm angekommen, strahlte er einen dann so stolz an über seine Leistung, dass der Zorn augenblicklich verrauchte. Am 29. Mai 2010 mussten wir Ihn, nach einem schweren Schlaganfall gehen lassen. Wir sind sehr dankbar, diesen wunderbaren, wesensfesten und stolzen Rüden, 13 (dreizehn) Jahre, 10 (zehn) Monate und 13 (dreizehn) Tage bei uns gehabt zu haben. Wir werden diesen tollen Kerl nie vergessen und freuen uns für Ihn und für Banu, das die Zwei jetzt auf der anderen Seite der Regenbogenbrücke wieder zusammen sind.
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 25. Oktober 2010 ) |